Weihnachtsgeld-Rechner
Was bleibt netto vom Weihnachtsgeld? Rechnet mit dem amtlichen Lohnsteuer-Programmablaufplan 2026 und der anteiligen Beitragsbemessungsgrenze — nicht mit Pauschalen.
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Monatliches Bruttogehalt (€)
Weihnachtsgeld brutto (€)
Steuerklasse
Auszahlung im Monat
Bundesland
Kinder unter 25
KV-Zusatzbeitrag (%)
Berechnet nach dem amtlichen Programmablaufplan des BMF für 2026 (Lohnsteuer auf sonstige Bezüge, § 39b Abs. 3 EStG) und § 23a SGB IV für die Sozialversicherung. Angenommen wird ein durchgehendes Beschäftigungsverhältnis ohne Freibeträge, Versorgungsbezüge oder Kinderfreibeträge; die Kirchensteuer-Kappung bleibt außer Betracht. Verbindlich ist immer deine Gehaltsabrechnung. Alle Eingaben bleiben in deinem Browser.
Im November steht die Frage in fast jeder Kaffeeküche: Wie viel vom Weihnachtsgeld kommt eigentlich an? Die meisten Rechner im Netz antworten mit einer groben Pauschale. Dieser hier rechnet mit den echten amtlichen Formeln — dem Lohnsteuer-Programmablaufplan des Bundesfinanzministeriums für 2026 und der anteiligen Beitragsbemessungsgrenze für Einmalzahlungen. Die Umsetzung ist gegen die amtliche Prüftabelle des BMF geprüft und stimmt dort in allen 258 Prüfwerten exakt überein.
Warum die Abzüge so hoch wirken
Weihnachtsgeld ist ein sonstiger Bezug. Steuerlich wird es nicht wie ein weiteres Monatsgehalt behandelt, sondern oben auf das Jahreseinkommen draufgelegt:
- Der Arbeitgeber berechnet die Jahreslohnsteuer auf deinen voraussichtlichen Jahreslohn ohne Weihnachtsgeld.
- Dann noch einmal mit Weihnachtsgeld.
- Die Differenz ist die Lohnsteuer auf das Weihnachtsgeld.
Weil dieser Betrag genau in deine oberste Einkommensspitze fällt, greift dein Grenzsteuersatz — der liegt deutlich über dem Durchschnittssteuersatz, mit dem dein laufendes Gehalt belastet wird. Das ist kein Fehler und keine Sonderabgabe, sondern die normale Wirkung des progressiven Steuertarifs.
Der Punkt, den fast alle Rechner übersehen
Bei den Sozialabgaben gilt eine Sonderregel für Einmalzahlungen (§ 23a SGB IV): Beiträge fallen nur an, soweit die Zahlung zusammen mit dem bisherigen Jahresentgelt die anteilige Jahres-Beitragsbemessungsgrenze nicht übersteigt.
| Größe 2026 | Jahresgrenze | anteilig bis Ende November (330/360) |
|---|---|---|
| Kranken- und Pflegeversicherung | 69.750 € | 63.937,50 € |
| Renten- und Arbeitslosenversicherung | 101.400 € | 92.950,00 € |
Ein Beispiel: Wer 5.500 € brutto im Monat verdient, hat bis Ende November 60.500 € beitragspflichtiges Entgelt. In der Krankenversicherung bleiben also nur noch 3.437,50 € „Luft" bis zur anteiligen Grenze — ein Weihnachtsgeld von 5.000 € ist dort nur teilweise beitragspflichtig, in der Rentenversicherung dagegen voll. Der Rechner berücksichtigt beide Zweige getrennt und weist darauf hin, wenn ein Teil beitragsfrei bleibt.
Was der Rechner berücksichtigt
- Lohnsteuer nach der Differenzmethode mit dem Tarif 2026 (Grundfreibetrag 12.348 €) und der ab 2026 neu geregelten Vorsorgepauschale — inklusive des neuen Teilbetrags für die Arbeitslosenversicherung; die frühere Mindestvorsorgepauschale ist entfallen.
- Alle sechs Steuerklassen, für V und VI mit der Sonderformel des § 39b Abs. 2 Satz 7 EStG.
- Solidaritätszuschlag nur oberhalb der Freigrenze (20.350 € Jahressteuer, in Steuerklasse III doppelt).
- Kirchensteuer mit 8 % in Bayern und Baden-Württemberg, sonst 9 %.
- Sozialversicherung mit den Beitragssätzen 2026, dem Kinderlosen-Zuschlag in der Pflegeversicherung, den Abschlägen ab dem zweiten Kind und der sächsischen Sonderregelung.
Und wenn zu viel abgezogen wurde?
Der Lohnsteuerabzug beruht auf einer Hochrechnung deines Jahreslohns. Wer unterjährig den Job gewechselt hat, in Elternzeit war oder unbezahlten Urlaub genommen hat, zahlt auf das Weihnachtsgeld tendenziell zu viel — und bekommt die Differenz über die Steuererklärung zurück. Bei den Sozialabgaben gibt es diese Korrektur nicht; dort ist die Zuordnung endgültig.
Ein Sonderfall am Rande: Wird eine Einmalzahlung zwischen Januar und März gezahlt und ist sie nicht voll beitragspflichtig, ordnet die Märzklausel sie beitragsrechtlich dem Vorjahr zu. Für das klassische Weihnachtsgeld im November oder Dezember spielt das keine Rolle.
Rechtsstand: Programmablaufplan für die maschinelle Lohnsteuerberechnung 2026 (BMF-Schreiben vom 12.11.2025), § 39b EStG, § 23a SGB IV, Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2026. Keine Steuerberatung — verbindlich ist deine Gehaltsabrechnung.
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