Entwickler-Werkzeuge im Browser
Kleine Werkzeuge für den Entwicklungsalltag: formatieren, prüfen, umwandeln, kodieren. Sie laufen vollständig im Browser, was hier besonders zählt — denn was man schnell durch einen Formatierer schiebt, sind oft Produktivdaten oder Zugangsschlüssel.
Weitere Tools auf Englisch
Diese Tools gibt es bisher nur auf Englisch — sie funktionieren aber genauso: kostenlos und ohne Anmeldung.
Base64 Encoder / Decoder
Encode text to Base64 or decode it back — instantly and privately in your browser.
EntwicklerENURL Encoder / Decoder
Encode or decode URLs and query components instantly and privately in your browser.
EntwicklerENHash Generator
Generate SHA-1, SHA-256, SHA-384 and SHA-512 hashes of any text — privately in your browser.
EntwicklerENJWT Decoder
Decode and inspect JWT header, payload and expiry — entirely in your browser.
EntwicklerENCron Expression Builder
Build and understand cron schedules in plain English, with the next run times.
EntwicklerENUUID Generator
Generate UUID v4, v7 and ULID identifiers in bulk — instantly and locally.
EntwicklerENText Diff Checker
Compare two texts and see exactly what changed — line by line or word by word.
EntwicklerENJSON to TypeScript
Generate TypeScript interfaces from any JSON — instantly and locally.
EntwicklerENRegex Tester
Test regular expressions live, highlight every match, and understand what they do.
EntwicklerENSQL Formatter
Beautify and format messy SQL queries — across dialects, in your browser.
EntwicklerENMarkdown Editor
Write Markdown with a live preview and export clean HTML.
EntwicklerENFormatieren als erster Diagnoseschritt
Ein Großteil der Zeit, die im Entwicklungsalltag mit Daten draufgeht, entfällt nicht auf Logik, sondern auf Sichtbarkeit. Eine API-Antwort kommt als eine einzige Zeile mit achttausend Zeichen zurück, und die Frage lautet: Ist das Feld überhaupt drin, und liegt es eine Ebene tiefer als erwartet?
JSON formatieren beantwortet das in zwei Sekunden. Der Nebeneffekt ist wichtiger als die Einrückung: Weil ein Formatierer das Dokument erst vollständig einlesen muss, ist er zugleich ein Gültigkeitstest. Läuft er durch, ist die Struktur syntaktisch in Ordnung und der Fehler liegt woanders — in der Anwendung, im Mapping, im Schema. Bricht er ab, bekommst du Zeile und Position und weißt genau, wo du suchen musst.
Der umgekehrte Weg gehört dazu: das Minimieren. Formatiertes JSON ist zum Lesen da, für Konfigurationsdateien im Deployment, für Anfragen über die Leitung oder für ein Feld in einer Datenbank ist die kompakte Fassung die richtige. Zwischen beiden Formen hin und her zu schalten, ohne die Daten anzufassen, ist der häufigste Handgriff überhaupt.
Die Fehler, die man nicht sieht
JSON ist ein bewusst enges Format, und genau diese Enge sorgt für Fehler, die im Editor unsichtbar bleiben.
Das hängende Komma ist der Klassiker. In JavaScript, in Python und in vielen Konfigurationssprachen ist es erlaubt und sogar erwünscht, weil es saubere Versionsunterschiede erzeugt. In JSON ist es ein harter Fehler. Wer ein Objekt aus dem Quelltext kopiert und als JSON abspeichert, tritt regelmäßig hinein.
Die zweite Falle sind Anführungszeichen. JSON kennt ausschließlich das gerade Zeichen. Kopiert man ein Beispiel aus einer Dokumentationsseite, aus einer Chatnachricht oder aus einem Textprogramm mit aktivierter Autokorrektur, werden daraus typografische Anführungszeichen. Auf dem Bildschirm ist der Unterschied kaum zu erkennen, für den Parser sind es völlig andere Zeichen.
Die dritte Falle ist die Zeichenkodierung, und sie trifft deutschsprachige Projekte besonders. JSON ist als UTF-8 definiert. Wenn ein Export aus einem älteren System in Windows-1252 vorliegt, werden Umlaute zu Ersatzzeichen oder zu Zeichenpaaren wie ä statt ä. Umgekehrt setzen manche Windows-Editoren beim Speichern eine Byte-Order-Mark an den Dateianfang, die im Editor unsichtbar ist und beim Einlesen eine Fehlermeldung an Position null erzeugt. Wer mit deutschen Daten arbeitet — Straßennamen mit Eszett, Städte mit Umlauten, Namen mit Akzenten —, sollte die Kodierung als erstes prüfen, bevor er die Logik verdächtigt.
Zahlen, Daten und andere stille Verluste
Zwei Eigenheiten von JSON verursachen Fehler, die keine Fehlermeldung erzeugen und deshalb erst spät auffallen.
JSON kennt nur einen Zahlentyp, und die meisten Umgebungen bilden ihn als Gleitkommazahl ab. Alles jenseits von etwa neun Billiarden verliert dabei still an Genauigkeit. Lange Bezeichner aus Datenbanken, Zeitstempel in Nanosekunden oder Identifikatoren aus verteilten Systemen kommen dann leicht verändert an. Die verbreitete Lösung ist unspektakulär: solche Werte als Zeichenkette übertragen.
Datumsangaben kennt JSON gar nicht. Was aussieht wie ein Datum, ist immer eine Zeichenkette, und ihre Bedeutung hängt an einer Konvention. Innerhalb Deutschlands sorgt das zusätzlich für Verwirrung, weil im Alltag Tag vor Monat steht, in Datenformaten aber nach ISO 8601 Jahr, Monat, Tag mit Zeitzonenangabe erwartet wird. Ein Wert ohne Zeitzone ist eine Zeitbombe, spätestens bei der Umstellung auf Sommerzeit.
Warum lokal hier keine Ideologie ist
Bei Entwickler-Werkzeugen ist die Frage nach dem Verarbeitungsort ungewöhnlich konkret. Was durch einen Formatierer, einen Decoder oder einen Umwandler geschoben wird, sind selten Beispieldaten. Es sind Tokens, Zugangsschlüssel, Antworten aus der Produktivumgebung mit echten Namen und Adressen, Fehlerberichte mit Sitzungskennungen. Eine Übertragung an einen fremden Dienst ist damit nicht nur unschön, sondern je nach Inhalt ein Vorfall, der nach der Datenschutz-Grundverordnung dokumentiert und unter Umständen gemeldet werden muss.
Deshalb läuft hier alles im Browser. Kein Konto, keine Übertragung, keine Protokollierung — und nach dem ersten Laden der Seite funktioniert es auch offline weiter, was für den Umgang mit produktionsnahen Daten die sauberste aller Antworten ist.
