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Verkleinern kommt vor Komprimieren

Das ist die wichtigste Reihenfolge bei Bildern, und sie wird ständig verdreht. Beide Schritte machen Dateien kleiner, aber auf völlig unterschiedliche Weise:

  • Verkleinern nimmt Bildpunkte weg. Aus 4000 × 3000 werden 1200 × 900 — statt 12 Millionen Punkten nur noch gut eine Million. Das ist eine Reduktion um 90 Prozent, bevor überhaupt komprimiert wurde.
  • Komprimieren behält alle Bildpunkte und speichert sie sparsamer, um den Preis feiner Details.

Wer nur komprimiert, quält ein viel zu großes Bild durch immer aggressivere Qualitätsstufen und wundert sich, dass es matschig wird. Wer zuerst verkleinert, braucht danach kaum noch Kompression.

Die praktische Regel: Ein Bild braucht so viele Pixel, wie es angezeigt wird — mal zwei für hochauflösende Bildschirme. Ein Foto, das auf einer Website 600 Pixel breit erscheint, braucht 1200. Alles darüber lädt langsamer, ohne besser auszusehen.

Richtwerte

VerwendungBreite
Bild in einer Textspalte800 px
Großes Beitragsbild / Hero1600 px
E-Mail-Anhang1200 px
Profilbild400–800 px
Ausdruck 10 cm breit, 300 dpi~1200 px
Vollbild-Präsentation1920 px

Für den Druck ist die Rechnung immer dieselbe: Zentimeter geteilt durch 2,54 ergibt Zoll, mal 300 ergibt die nötige Pixelzahl.

Was viele übersehen

  • Vergrößern bringt nichts. Ein 400 Pixel breites Bild auf 1600 zu ziehen erzeugt keine Details, sondern weiche Kanten. Was der Sensor nicht aufgenommen hat, ist nicht da. Für echtes Hochskalieren braucht es ein KI-Verfahren, das Strukturen rekonstruiert.
  • Das Schloss aufmachen heißt verzerren. Gesichter werden dabei sofort unnatürlich. Wenn ein festes Format gebraucht wird — etwa quadratisch für ein Profilbild —, ist Zuschneiden richtig und Verzerren falsch.
  • JPEG frisst Transparenz. Ein freigestelltes Logo als JPEG bekommt einen weißen Kasten. PNG oder WebP nehmen.
  • Screenshots vertragen keine krummen Faktoren. Wer einen Screenshot auf 70 Prozent skaliert, bekommt unscharfe Schrift, weil Bildpunkte zwischen zwei Zielpunkten landen. Bei Screenshots lieber halbieren (50 Prozent) oder ganz lassen.
  • Metadaten reisen mit. Aufnahmezeit und teils GPS-Koordinaten bleiben erhalten. Vor dem Veröffentlichen lohnt es sich, sie zu entfernen.

Passt dazu

Nach dem Verkleinern holt der Bild-Komprimierer den Rest heraus — mit Vorher-Nachher-Vergleich bei voller Vergrößerung, damit du siehst, was die Kompression kostet. Sollen die Bilder anschließend ein Dokument werden, macht JPG in PDF umwandeln daraus ein PDF. Alles Weitere unter alle Tools.

Häufige Fragen

Comet hilft dir weiter

Du hängst fest? Unter jedem Tool findest du eine kurze Anleitung und häufige Fragen — direkt auf dieser Seite.

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