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EXIF-Daten entfernen

GPS-Standort, Aufnahmezeit und Kameradaten aus Fotos löschen — im Browser, ohne Upload.

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GPS-Standort und Kamera-Infos werden entfernt. Dein Foto wird komplett in diesem Browser-Tab dekodiert und neu kodiert — es verlässt dein Gerät nicht, nichts wird hochgeladen.

Ausgabeformat
92%

Die Metadaten verschwinden durch das Neukodieren. Höhere Qualität = größere Datei.

Noch keine Bilder — zieh oben ein Foto hinein, um seine EXIF-Daten zu entfernen.

Was in einem Foto alles mitreist

Ein Foto ist mehr als das Bild. Unsichtbar im Dateikopf liegt ein Block namens EXIF (Exchangeable Image File Format), und der ist gesprächiger, als die meisten vermuten. Typischerweise stehen dort:

  • GPS-Koordinaten des Aufnahmeorts, bei modernen Telefonen auf wenige Meter genau — oft zusätzlich mit Höhenangabe und Blickrichtung.
  • Aufnahmedatum und Uhrzeit, sekundengenau.
  • Kamera- oder Telefonmodell, Objektiv, Blende, Belichtungszeit, ISO — bei vielen Kameras auch die Seriennummer des Gehäuses.
  • Softwarespur: mit welchem Programm das Bild zuletzt bearbeitet wurde, manchmal inklusive Versionsnummer.
  • Ein eingebettetes Vorschaubild, das gelegentlich noch den unbearbeiteten Stand zeigt.

Nichts davon siehst du, wenn du das Bild anschaust. Alles davon reist mit, sobald du die Datei weitergibst — und auslesen lässt es sich mit jedem Bildbetrachter in wenigen Sekunden.

Wo das im Alltag wirklich unangenehm wird

Man muss das nicht dramatisieren, aber drei Situationen sind konkret genug, um sie zu kennen.

Kleinanzeigen. Das Fahrrad wird im Hof fotografiert, das Sofa im Wohnzimmer. Das Inserat ist öffentlich, das Foto trägt die Koordinaten — und damit steht die Wohnadresse im Netz, bevor überhaupt jemand fragt, wo abgeholt werden kann. Wer schon einmal Besuch von Leuten hatte, die die Adresse „irgendwoher“ hatten, kennt den Mechanismus.

Bewerbungsfotos und Anhänge. Ein Bewerbungsbild verrät über EXIF, wann und wo es entstanden ist. Dass es aus dem Jahr 2019 stammt oder auf dem Firmengelände des aktuellen Arbeitgebers aufgenommen wurde, ist nichts, was in einer Bewerbung stehen muss.

Fotos von Kindern. Bilder, die in Elterngruppen, Vereinschats oder Foren landen, tragen den Aufnahmeort mit sich: Zuhause, Kita, Sportplatz, Schulweg. Selbst wenn der Kreis der Empfänger klein ist — weitergeleitet wird die Datei samt Koordinaten.

Dazu kommen die leiseren Fälle: Der Standort eines Hotels oder einer Wohnung verrät, dass gerade niemand daheim ist. Und wer sich aus einer bedrohlichen Situation gelöst hat, sollte wissen, dass ein einziges geteiltes Foto mehr über den Aufenthaltsort sagen kann als jedes Profil.

Was Plattformen schon selbst erledigen — und was nicht

Ein wichtiger Punkt, der in Ratgebern oft fehlt: Die großen Plattformen entfernen EXIF beim Hochladen bereits selbst. WhatsApp, Instagram und Facebook rechnen Bilder ohnehin neu und schreiben dabei die Metadaten nicht mit. Wer ausschließlich über solche Apps teilt, hat das Thema in der Praxis weitgehend erledigt.

Die Lücke liegt woanders:

WegMetadaten
WhatsApp, Instagram, Facebook (als Bild)werden beim Upload entfernt
Messenger-Versand als Datei/Dokumentbleiben erhalten
E-Mail-Anhangbleibt erhalten
Cloud-Link (Drive, Dropbox, Nextcloud)bleibt erhalten
Kleinanzeigen, Foren, Portale, Ticketsystemeuneinheitlich, oft erhalten
USB-Stick, AirDrop, Speicherkartebleiben erhalten

Anders gesagt: Die Fälle, in denen man sich am wenigsten Gedanken macht — schnell ein Bild per Mail schicken, einen Cloud-Ordner freigeben —, sind genau die, in denen die Daten mitgehen. Und darauf zu vertrauen, dass eine bestimmte Plattform sauber aufräumt, ist eine Annahme, die sich mit dem nächsten Update ändern kann.

Wie das Entfernen hier funktioniert

Das Verfahren ist bewusst simpel, und genau das macht es überprüfbar:

  1. Das Bild wird dekodiert — es entstehen reine Pixel.
  2. Diese Pixel werden auf eine frische Leinwand gezeichnet, ein Canvas-Element, das keinerlei Begriff von EXIF, GPS oder Kameramarken hat.
  3. Die Leinwand wird neu kodiert — als JPG, PNG oder WebP.

Die neue Datei entsteht ausschließlich aus den Bildpunkten. Weil kein einziges Metadaten-Segment mitkopiert wird, ist alles Beschreibende schlicht nicht mehr vorhanden. Du kannst das Ausgangsformat behalten oder gezielt nach JPG, PNG oder WebP wandeln und für die verlustbehafteten Formate die Qualität einstellen. Mehrere Bilder lassen sich in einem Rutsch hineinziehen und einzeln oder gesammelt herunterladen.

Was bleibt und was verschwindet

Bleibt: das Bild. Gleiche Auflösung, gleiche Abmessungen, gleiche Farben. Die bereinigte Kopie ist von der Vorlage nicht zu unterscheiden.

Verschwindet: alles, was um das Bild herum geschrieben steht — GPS, Kamera und Objektiv, Seriennummer, Belichtungsdaten, Datum, Software, IPTC- und XMP-Felder, eingebettetes Vorschaubild. Dazu gehört auch die Ausrichtungsangabe: Sie steckt danach nicht mehr als Feld in der Datei, sondern fest in den Pixeln, weil das gedrehte Bild so gezeichnet wird, wie der Browser es anzeigt.

Zwei ehrliche Einschränkungen: Beim Neukodieren nach JPG geht auch das eingebettete Farbprofil verloren. Für Web, Messenger und Mail spielt das keine Rolle; wer für den Druck arbeitet, sollte das Original aufbewahren. Und beim Wandeln von PNG nach JPG wird Transparenz mit Weiß hinterlegt, weil JPG keine Transparenz kennt.

Passt dazu

Wenn die saubere Kopie anschließend noch leichter werden soll — für den Mailanhang oder eine Website —, schick sie durch Bild komprimieren. Geht es weniger um das Gewicht als um die Abmessungen, ist Bild verkleinern der richtige Schritt. Und wenn aus mehreren bereinigten Fotos ein Dokument werden soll, macht JPG in PDF umwandeln daraus ein PDF mit einem Bild pro Seite — ebenfalls ohne Upload. Alles Weitere unter alle Tools.

Am wirksamsten ist das Ganze als Gewohnheit: einmal kurz durchs Tool, bevor ein Foto das eigene Gerät verlässt. Es kostet ein paar Sekunden und schließt eine Tür, die erstaunlich vielen offensteht.

Häufige Fragen

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